Das wäre schön, oder? Wenn das ginge? Wenn die Welt mal wieder total verrückt spielt, einfach in der Apotheke ein bisschen Liebe mitnehmen, um die Schmerzen zu dämpfen. Ich muss dir nichts erzählen. Du weißt genau Bescheid, über Corona und co. Über Gewalt gegen Frauen, Schwarze, Weiße, Tiere. Jeder gegen jeden. Auge um Auge. Zahn um Zahn.

Wenn du so ein sensibler Mensch bist wie ich, dann kennst du den Weltschmerz. Laut Wikipedia ist Weltschmerz “ein von Jean Paul geprägter Begriff für ein Gefühl der Trauer und schmerzhaft empfundener Melancholie, das jemand über seine eigene Unzulänglichkeit empfindet, die er zugleich als Teil der Unzulänglichkeit der Welt, der bestehenden Verhältnisse betrachtet.” Alles klar, oder? Weltschmerz ist also so eine Art Ohnmacht. Du bekommst Dinge mit, die passieren, weißt aber, dass deine Handlungsoptionen extrem gering sind und fühlst dich dann… naja… eben weltschmerzig.

Was Yoga mit Weltschmerz zu tun hat

Ich möchte dich gerne ermutigen, wenn du gerade, wie ich auch, in einer Phase des Weltschmerzes bist. Soll ich dir was verraten? Die Welt ist besser geworden. Du glaubst mir das nicht, aber es entspricht der Tatsache. Stelle gerne Nachforschungen an. Warum scheint es dann so, als würde alles immer nur schlimmer und schlimmer werden? Du ahnst die Antwort schon… die Berichterstattung der Medien ist extrem einseitig. Negativ-Schlagzeilen sind halt spannender für die Leser als kleine Liebeleien.

Was das mit Yoga zu tun hat? Alles! Es spielt eine riesige Rolle, wie wir unseren Fokus setzen. Ich gebe dir ein Beispiel. Ich sitze gerade in meiner Wohnung auf dem Sofa, während ich diese Zeilen tippe. Links neben mir an der Dachschräge befindet sich ein Fenster. Am Fensterrahmen löst sich ein Stückchen Tapete von der Wand. Wenn ich lange genug auf diese Stelle starre, kann ich mir schnell eine Realität zusammen fantasieren, der nach die Wohnung alt und in schlechtem Zustand ist. Ich kann aber auch geradeaus auf die Bilder schauen, die mein Verlobter und ich gemeinsam in kreativen Stunden gemalt haben. Oder nach rechts, wo ein toller, romantischer Kamin steht, der zwar nicht funktioniert, aber ein guter Stellplatz für meine Pflanze ist.

Siehst du was ich meine? Der Blickwinkel ist alles. Je mehr du den Blick auf das Schlimme richtest, desto mehr Schlimmes wirst du auch weiterhin sehen.

Ja, aber Realitätsflucht ist doch auch nichts!

Das ist richtig. Sich in einer Höhle zu vergraben und all die schlimmen News auszusperren, mag zwar verlockend klingen, ist aber in der heutigen Zeit eher unpraktikabel. Ich möchte dich nicht dazu auffordern, den Blick vor der Realität zu verschließen. Das bringt niemandem etwas. Die Art und Weise, wie und wo wir uns informieren, nämlich zum Großteil im Netz oder bei Freunden und Bekannten, die sich im Netz informiert haben, ist jedoch sehr einseitig. Ich möchte, dass dir das bewusst ist. Egal wie sehr alle Nachrichten überschwemmt werden von menschlichen und Naturkatastrophen, es ist nicht das Einzige, das passiert.

Das Schlüsselwort ist hier meiner Meinung nach Achtsamkeit. Sei achtsam, wann du was konsumierst. Du bist nicht dazu verpflichtet, dich permanent “auf dem Laufenden” zu halten und dann abends kurz vorm Tränenausbruch ins Bett zu gehen, weil die Welt so schlimm ist. Sei achtsam und schau, was du dir zumuten kannst.

Liebeskapseln gegen Weltschmerz

Es mag sie nicht in der Apotheke geben, die Liebeskapseln, aber wenn dir akut alles sehr dunkel erscheint, dann schau doch mal auf der Seite Good News vorbei – es gibt sie nämlich wirklich, die guten Neuigkeiten. Hier ein paar Liebeskapseln für dich, die ich gesammelt habe:

Zuletzt: Verteile Liebeskapseln

Ich habe eine Bitte an dich. Eine ganz kleine, versprochen. Wenn du heute Abend vielleicht noch deiner Freundin per WhatsApp schreibst oder mit deinem Partner, deinen Eltern, wem auch immer, quatschst… erzähl ihnen etwas Schönes. Erzähl ihnen, was dir heute gut getan hat. Und glaub nicht, dass es unbedeutend oder zu klein ist.

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